Der Glaube
Dhamma Sangha Achtfacher Pfad Vier Edle Wahrheiten Unterschiede zu anderen Religionen Meditation
Wer oder was ist der Buddha?
Buddha, das ist der Erleuchtete oder Erwachte, ist das Symbol des Friedens, des Ziels, das Symbol des Nibbana (Erlöschen).
Im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wurde der Buddha in Kapilavatthu, im Grenzgebiet des heutigen Nepal, als Sohn des regierenden Sakyer-Fürsten geboren.
Der 29 Jahre alte Siddhattha Gotama verliess Haus und Familie und bemühte sich um Erlösung vom Leiden, aber die sechs Jahre lange Befolgung der Lehren der Asketenschulen, unter anderem Schmerzensaskese, fuehrte ihn nicht zum Erfolg.
Er gelangte aber schließlich aus eigener Kraft zu vollkommener Erkenntnis (bodhi: Erleuchtung) unter dem Boddhi-Baum zu Gaya ( dem heutigen Boddh-Gaya) am Ufer des Neranjara-Flusses. Er fand das gesuchte Ziel: Die restlose Befreiung von den Leiden und der Endlosigkeit der Wiedergeburten.
Seither führte er den Ehrentitel Buddha. ueber 40 Jahre zog er predigend und lehrend
durch Nordindien und gründete in dieser Zeit einen Orden (Sangha) fuer Mönche (bhikku) und Nonnen (bhikkhuni).
Er starb im Alter von 80 Jahren.
Der Buddha ist weder ein Gott noch ein Prophet, noch die Inkarnation eines Gottes. Er ist das höchste menschliche Wesen, das durch sich selbst belehrt die Erlösung vom Leiden und damit höchste Weisheit gewann und somit zum Vorbild wurde. Ein Buddha ist der Meister der Götter und Menschen, der äußerst selten in diese Welt geboren wird.
Sein Todesjahr wird unterschiedlich angegeben:
- 543 v.Chr. nach ceylonesischer Ueberlieferung (=Thai-Kalender (entspricht Jahre nach Christus + 543 Jahre)),
- 480 v.Chr. (ungefaehr) nach Forschungen von westlichen Gelehrten,
- 368 v.Chr. nach nordbuddhistischer Tradition.
Gleich nach seinem Tode fand ein erstes Konzil statt, das der Zusammenstellung der heiligen Schriften (Tipitaka = Dreikorb, weil aus drei Teilen bestehend) diente. Hundert Jahre spaeter gab es ein zweites Konzil, das sich mit der Auslegung der Bestimmungen zur Ordenszucht befasste. Dieses Konzil führte zu einer Spaltung in
- die Mehrheitsgruppe der Mahasanghika, die zum Mahayana-Buddhismus führte, auch als "Grosses Fahrzeug" bekannt, und
- die Minderheitsgruppe der Theravadin, die einen eher orthodoxen Standpunkt vertraten. Ihre Richtung ist der Theravada-Buddhismus, auch Hinayana "Kleines Fahrzeug" genannt (Theravada = Lehre der Ordensaeltesten).
Unter König Asoka hielten die Theravadin 274-237 v.Chr. ein drittes Konzil in Patna ab. Seit jener Zeit sind die heiligen Schriften des Theravada in der Pali-Sprache überliefert. Sie stammt aus der Gegend von Bophal in Indien, enthält aber auch Elemente aus Buddhas eigener Sprache. Sie ist für den Theravada-Buddhismus etwa das, was Latein fuer die christlichen Religionen und die abendländischen Sprachen bedeutet.Für die Ordination von Mönchen ist maßgebend, dass sie in ununterbrochener Folge gültiger Ordinationen bis auf den Buddha zurückgeht. Die Tradition der Ordination von Nonnen gilt im Theravada-Buddhismus seit dem Jahre 456 n.Chr. als erloschen, so dass der Sangha seitdem nur noch aus Mönchen besteht. Der Theravada-Buddhismus breitete sich nun nach Südindien und Lanka (Ceylon) aus. Früheste Spuren des Theravada findet man in Thailand in der Dvaravati-Periode ( 6.-12.Jhdt.1, Bevölkerung: Mon) Der Stupa von Nakhon Pathom gilt als ältestes buddhistisches Monument des Landes. Damals bestanden enge Beziehungen nach Südindien und Ceylon.
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Was ist der Dhamma?
Der Dhamma (Gesetz oder auch Wahrheit) ist die vom Buddha gefundene, verkündete und verwirklichte Erlösungslehre. Er bietet eine umfassende, wirklichkeitsnahe, klare und verlässliche Führung auf dem angestrebten Weg der Leidensbefreiung.
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Was ist die Sangha?
Die Sangha ist der Orden, die Gemeinde der Mönche, die der Buddha gründete, damit die Übenden sich gegenseitig fördern, sich an Überlegenden" orientieren, sie nacheifern und aus den Fehlern der Anderen lernen. Der Buddhistische Mönchsorden bietet somit die geeigneten Bedingungen, ungehindert von Ablenkungen, sich der Meditation, der Studien des Dhamma und den "Gläubigen" zu widmen.
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Was ist der Achtfache Pfad?
Der Achtfache Pfad wurde vom Buddha erkannt und verfolgt.
Der Achtfache Pfad bildet sich aus folgenden Teilen:
- rechte Erkenntnis
- rechte Gesinnung
- rechte Rede
- rechte Tat
- rechter Lebenserwerb
- rechte Anstrengung
- rechte Achtsamkeit
- rechte Sammlung
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Was sind die vier edlen Wahrheiten?
- Dukkha
Wahrheit vom Leiden
- Samudhaya
Wahrheit von der Uhrsache des Leidens
- Nirodha
Wahrheit vom Ende des Leidens
- Magaa
Wahrheit vom Pfad zum Ende des Leidens.
Dies ist mit einem Krankenhausbesuch zu vergleichen:
Man kommt mit einem Leiden ins Krankenhaus und der Arzt stellt z.B. eine Erkältung fest. (Dukkha)
Der Arzt stellt die Ursache fest. Z.B. zu lange in der Kälte gestanden.Samudhaya
Der Arzt ueberlegt, welche Medikamente helfen können.Nirodha
Der Arzt verschreibt Medikamente, um die Erkältung zu stoppen.Magaa
Kaufmännisch könnte man auch sagen: Ermitteln, Auswerten, Planen, Ausführen.
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In wie fern unterscheidet sich der Buddhismus von anderen Religionen?
- Buddha ist kein Gott, er ist ein Lehrer.
- Der Buddhismus ist eine pazifistische "Religion", es wurden kein Leute hingerichtet, um ihnen den Glauben aufzuzwingen.
- Es gab keine Kreuzzüge
- Buddhismus orientiert sich an der Erkenntnis von Ursache und Wirkung. (Jeder ist seines Glückes Schmied)
- Es gibt keine Entstehungsgeschichte der Erde, die vom Glauben diktiert wird.
- Buddhismus ist somit jederzeit mit der Wissenschaft im Reinen.
- Im Buddhismus schulen die Mönche die "Gläubigen" und diskutieren sogar mit ihnen.
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Was ist Meditation?
Meditaion ist das in sich selbst kehren, oder auch in sich selbst versunken ueber eine Sache nachdenken.
Durch Meditation kann man Kräfte in sich selbst wecken, und Reserven hervor holen. Buddhistische Meditation hat auch den Zweck, sich selbst von innen zu reinigen, seine Seele zu entspannen.
Die WELT KOMPAKT schrieb am 19.06.2006 in dem Artikel "Von Buddha lernen":
"Eine karge Klosterzelle mit Minimal-Ausstattung wäre fuer den Anfang ideal. Ein Ort der Stille und Klarheit. Schliesslich geht des um dem Kampf eines jeden Menschen mit sich selbst. Informationsueberflutung und ständiger Druck sind Alltag für viele Fuehrungskräfte. Buddhistische Meditationstechniken können helfen, innere Ruhe zurückzugewinnen und so die Leben- und Arbeitsqualität verbessern."
...
"Der Buddhismus bietet pragmatische Techniken, die bei der Bewältigung von Stress helfen."
...
"Schwierige Situationen im Berufsalltag lassen sich besser meistern, wenn man in Meditation geübt ist."
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"Ob morgendliche Atemmeditaion oder Meditation über das Thema Geduld: "Man geht einfach anders in den Tag.""
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